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Abkürzungen und Definitionen

KBV

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ist die politische Interessenvertretung der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten auf Bundesebene für alle Ärzte und Psychotherapeuten, die zur ambulanten Behandlung von Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherungen zugelassen sind (Vertragsärzte).

Auf Bundesebene bestehen gemäß 77 Abs. 4 SGB V eine Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sowie eine Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) als oberste Beschlussgremien, insbesondere für den Abschluss von Bundesmantelverträgen mit den Krankenkassenverbänden. Daneben existieren 17 Kassenzahnärztliche Vereinigungen auf Länderebene.

Als Einrichtung der ärztlichen Selbstverwaltung in der Gesetzlichen Krankenversicherung ist sie eine Körperschaft des öffentlichen Rechts unter der staatlichen Aufsicht des Bundesministeriums für Gesundheit.

 

KV

KV steht für Kassenärztlichen Vereinigungen. Damit ist die Interessenvertretung der Ärzte und Psychotherapeuten, die zur ambulanten Behandlung von Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherungen zugelassen oder ermächtigt sind (Vertragsärzte).

Die Vereinigungen sind regional grundsätzlich entsprechend den Bundesländern gegliedert. Ausnahme ist das einwohnerstärkste Bundesland Nordrhein-Westfalen, welches in die KV Nordrhein und die KV Westfalen-Lippe weiter unterteilt ist. Die mitgliederstärkste Vereinigung ist damit in Bayern zu finden.

Bei Zahnärzten findet eine entsprechende Einteilung statt: Zahnärzte gehören als Vertragszahnärzte den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) an, die wie die KV auf Landesebene gegliedert sind.

 

Ärztekammern

Ärztekammern für die berufsständische Selbstverwaltung der freien Ärzte sind Körperschaften öffentlichen Rechts (unter Rechtsaufsicht des Landesministeriums).

Es gibt auf Landesebene 17 Ärztekammern (16 Bundesländer + Nordrhein und Westfalen getrennt) sowie die Bundesärztekammer (BÄK; Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern). Die BÄL hat ca. 420.000 Mitglieder. Eine ähnliche Struktur gilt bei Zahnärzten.

 

MBO-Ä

Die 17 Ärztekammern erlassen die MBO-Ärzte, die Musterberufsordnung.

>>Musterberufsordnung der Ärzte

 

DAV

Auch bei den Apothekerverbänden wird in 17 Landesverbände (LAV) und den DAV (Bund) in Berlin unterteilt. Die Datenabteilung des DAV (ABDA) und der Verlage Lauer/Fischer sind seit 1950 verantwortlich für die sog. Lauer Taxe, das Standardnachschlagewerk für alle pharmazeutischen Berufsgruppen, Apotheken, Pharma-Hersteller und Großhändler, gesetzliche und private Krankenkassen. Die Lauer-Taxe enthält ca. 415.000 Artikel und wird zweimal monatlich (jeweils zum 01. und 15.) aktualisiert.

 

vdek

Der vdek ist der Bundesverband der Ersatzkassen und damit die Interessenvertretung der Ersatzkassen Deutschlands. Im Gegensatz zu den Primärkassen schließt der vdek für alle Ersatzkassen bundesweit einheitliche Verträge. Heute ist dies eines der wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zwischen den Primärkassen (früher auch RVO*-Kassen) und den Ersatzkassen. Historisch sind die Ersatzkassen entstanden, weil nach Gründung der Sozialversicherung durch Reichskanzler Otto von Bismarck jeder versicherungspflichtige Bürger einer berufsständischen Pflichtversicherung (einer Primärkasse) zugeordnet wurde (z. B. Handwerker den Innungskrankenkassen), er aber als Ersatz für die Pflichtzuweisung eine der bisher schon freiwillig organisierten, eingeschriebenen Hilfskassen wählen konnte, sofern eine solche Kasse für ihn berufsständisch zuständig war.

*RVO = Reichsversicherungsordnung 

 

Selbstzahler

Viele Kassenärzte möchten gerne ihren selbst zahlenden Patienten günstige Hilfsmittel und Bezugsquellen benennen und wirtschaftlich verordnen, um ihr Verordnungsbudget und die Ausgaben der Krankenkassen zu schonen. In der Regel fehlen ihnen dafür aber die notwendigen Informationen. IfG stellt dafür Daten bereit und kooperiert mit Krankenkassen, Ärzten und Leistungserbringern. IfG schafft Transparenz im Interesse der Krankenkassen und ihren Mitgliedern.

Selbstzahler sind nicht nur Privatpatienten, sondern auch gesetzlich versicherte Bürger, soweit ihre gesetzliche Krankenkasse Kosten für eine bestimmte Behandlung oder Verordnung nicht oder nicht vollständig übernimmt.